Bei Greta gibt es gerade gleich doppelt Grund zur Freude. Am vergangenen Samstag erreichte Greta from Gawy den Deutschen Champion (VDH). Fast zeitgleich kam die Bestätigung aus Spanien: Sie darf nun auch offiziell den Titel Campeón en España de Belleza de la RSCE tragen.
Damit ist Greta mit gerade einmal zwei Jahren inzwischen Luxemburger Champion, Spanischer Champion und Deutscher Champion (VDH).
Natürlich freuen wir uns über diese Titel. Noch spannender ist für uns aber der Weg dorthin. Denn wenn man Greta heute im Ring sieht, vergisst man schnell, dass auch sie einmal der kleine Welpe war, bei dem trotz aller sorgfältigen Auswahl niemand genau wissen konnte, wie er sich entwickeln würde.
Der erste große Erfolg führte nach Alicante
Greta wurde am 29. Mai 2024 geboren. Sie wurde zugekauft, stammt aber aus unserer eigenen Zuchtlinie. Gerade diese Verbindung und vor allem die Verpaarung, aus der sie hervorgegangen ist, waren für unsere Entscheidung wichtig. Schon damals spielte auch der Gedanke eine Rolle, dass Greta später einmal ihren Platz in unserer Zucht finden könnte.
Trotzdem bleibt ein Welpe ein Welpe. Abstammung und Verpaarung können vielversprechend sein – wie sich der einzelne Hund körperlich, gesundheitlich und im Wesen entwickelt, zeigt sich erst mit der Zeit.
Bei Greta gab es schon früh einen ersten besonderen Moment.
Im Dezember 2024 stand sie bei einer Ausstellung in Alicante auf dem großen Podium. Noch als Welpe wurde sie dort drittbester Welpe aller Rassen. Für uns war das ihr erster wirklich großer Ausstellungserfolg.
Damals war Greta gerade einmal ein gutes halbes Jahr alt. Von Championtiteln war sie noch weit entfernt. Heute bekommt dieses Foto deshalb eine ganz andere Bedeutung: Der junge Hund, der in Alicante zum ersten Mal auf einer großen Bühne auffiel, trägt inzwischen auch den spanischen Championtitel.

Luxemburger Champion mit 15 Monaten und einem Tag
Der nächste große Schritt folgte in Luxemburg.
Bei der CACIB wurde Greta im Alter von gerade einmal 15 Monaten und einem Tag Luxemburger Champion.
Das junge Alter macht diesen Erfolg besonders. Hunde können erst ab 15 Monaten in den Klassen starten, die für diesen Championtitel relevant sind. Greta hatte diese Altersgrenze also praktisch gerade erst erreicht.
Am selben Wochenende gewann sie außerdem die Crufts-Qualifikation und wurde BOS – Best Opposite Sex.
Dass ein nationaler Championtitel überhaupt so früh erreicht werden kann, hängt auch mit den besonderen Voraussetzungen in Luxemburg zusammen. Bei anderen nationalen Championaten werden mehr Anwartschaften benötigt, weshalb ein Titel dort nicht auf dieselbe Weise unmittelbar nach Erreichen der Altersgrenze abgeschlossen werden kann.
Dass Greta den Luxemburger Champion so kurz nach Erreichen dieser Altersgrenze erhielt, macht diesen Erfolg für uns bis heute besonders.
Inzwischen sind der Deutsche Champion (VDH) und der nun bestätigte spanische Championtitel hinzugekommen.

Ausgerechnet Greta kann stillhalten
Wer Greta nur von Ausstellungen kennt, bekommt allerdings nur einen Teil von ihr mit.
Im Alltag ist sie offen, neugierig und voller Energie. Wenn irgendwo etwas passiert, möchte Greta wissen, was los ist. Einfach liegen bleiben, obwohl es vielleicht etwas Interessantes zu entdecken gibt, gehört normalerweise nicht unbedingt zu ihren Stärken.
Auch Magnus bekommt ihren Tatendrang regelmäßig zu spüren. Ihn ein wenig zu necken, gehört offenbar zu Gretas persönlichem Unterhaltungsprogramm.
Umso schöner ist der Gegensatz auf Ausstellungen.
Ausgerechnet unsere sonst so aufgedrehte Hündin ist dort außerhalb des Rings häufig völlig entspannt. Zwischen ihren Einsätzen kann sie ruhig am Stand liegen, abschalten und den Trubel um sich herum einfach geschehen lassen.
Bei Greta ist das tatsächlich die Ruhe vor der großen Show.

Denn sobald es in den Ring geht, ist sie da: aufmerksam, präsent und sichtbar mit Freude bei der Sache. Bei uns fällt dafür manchmal liebevoll das Wort „Rampensau“.
Nicht, weil Greta unbedingt funktionieren müsste oder in diese Rolle gedrängt wird. Im Gegenteil. Sie scheint diese Momente einfach zu genießen. Man sieht ihr an, dass sie gerne läuft und sich gerne präsentiert.
Und genau das macht das Ausstellen mit ihr für uns so schön.

Vom ausgewählten Welpen zur zukünftigen Zuchthündin
Heute auf die Entscheidung für Greta zurückzublicken, ist deshalb besonders spannend.
Sie wurde nicht bei uns geboren, ihre Abstammung führt jedoch in unsere eigene Zuchtlinie zurück. Wir hatten uns intensiv mit ihrer Herkunft beschäftigt, und besonders die Verpaarung überzeugte uns.
Aber auch bei einer vertrauten Linie gibt es keine Garantie dafür, wie sich ein einzelner Welpe entwickeln wird.
Heute können wir sagen, dass Greta uns gesundheitlich und im Wesen überzeugt. Gleichzeitig hat sie sich im Ausstellungsring auf eine Weise entwickelt, über die wir uns sehr freuen.
Wenn ihre weitere Entwicklung entsprechend verläuft, soll sie künftig auch als Zuchthündin bei Celtic Mountain eingesetzt werden. Damit bekommt ihre Geschichte für uns noch einmal eine andere Bedeutung: Eine Hündin aus unserer eigenen Zuchtlinie soll selbst Teil der nächsten Generation werden.
Für Sybilla ist es besonders schön zu sehen, wie sich aus dem damals bewusst ausgewählten Welpen die Hündin entwickelt hat, die Greta heute ist.

Titel sind schön – aber nicht das Wichtigste
So sehr wir uns über Gretas Erfolge freuen, unsere Reihenfolge bleibt klar:
Gesundheit und Wesen stehen für uns immer vor Ausstellungserfolgen.
Ein Championtitel ist eine schöne Bestätigung. Er macht einen Hund aber nicht automatisch zu einem guten Zuchthund und sagt für sich allein weder etwas über seine Gesundheit noch darüber aus, wie er sich im Alltag zeigt.
Für unsere Zucht zählt deshalb immer das Gesamtbild.
Und zu Greta gehören eben nicht nur drei Championtitel, sondern genauso ihre Offenheit, ihre Neugier, ihre Energie und ihr Wesen.
Die nächste Generation ist längst da
Der Titel „Champions der neuen Generation“ bezieht sich deshalb nicht nur auf Gretas Alter.
Holly und Ingo stehen inzwischen für die erfahrene Generation unseres Rudels. Gleichzeitig sind die jüngeren Hunde längst dabei, ihren eigenen Platz in der Geschichte von Celtic Mountain einzunehmen.
Miss Marple from the Celtic Mountain ist drei Jahre alt, stammt aus unserer eigenen Zucht und trägt den Luxemburger sowie seit Sonntag auch den Deutschen Championtitel. Ihren ersten Wurf hat sie bereits großgezogen.
Auch Magnus from the Celtic Mountain gehört zu dieser Generation. Er ist Deutscher Champion und Internationaler Jugend-Champion, hat verschiedene Siegertitel erreicht und bereits seinen ersten Wurf gezeugt.
Sie alle zeigen auf unterschiedliche Weise, dass aus der jüngeren Generation inzwischen Hunde geworden sind, die auch züchterisch Verantwortung übernehmen.
Der aktuelle Moment gehört trotzdem Greta.
Vom Welpen auf dem Podium in Alicante über den außergewöhnlich frühen Luxemburger Champion bis zum Deutschen Champion vom vergangenen Samstag und dem nun bestätigten spanischen Titel ist in kurzer Zeit viel passiert.
Und trotzdem fühlt es sich für uns eher nach einem Anfang als nach einem Abschluss an.
Was aus einem Welpen einmal wird, lässt sich nie vollständig planen. Man kann sorgfältig auswählen, beobachten und Entscheidungen treffen. Den Rest zeigt die Zeit.
Und bei Greta gefällt uns sehr, was die Zeit bisher gezeigt hat.