Passt ein Mastiff zu mir? Der 7-Tage-Alltagstest vor dem Welpenkauf

Manchmal beginnt der Wunsch nach einem Mastiff mit einem einzigen Bild: diesem besonderen Blick, den tiefen Falten, den großen Pfoten – und einer Ausstrahlung, die zugleich beeindruckend und unglaublich sanft wirkt.

Vielleicht haben Sie bereits einen Mastiff kennengelernt. Vielleicht beschäftigen Sie sich schon länger mit der Rasse. Oder Sie suchen einen großen, ruhigen Familienhund und spüren immer deutlicher: Genau so einen Hund wünsche ich mir an meiner Seite.

Diese Begeisterung können wir sehr gut verstehen. Auch für uns sind Mastiffs nicht einfach nur große Hunde. Sie sind liebevolle Familienmitglieder, ruhige Beobachter, treue Begleiter und ganz eigene Persönlichkeiten.

Die unterschiedlichen Persönlichkeiten unserer erwachsenen Mastiffs stellen wir Ihnen auf der Seite Unsere Hunde näher vor.

Trotzdem beginnt die Entscheidung für einen Mastiff für uns nicht erst an dem Tag, an dem ein Welpe einzieht. Sie beginnt viel früher – mit einer ehrlichen und zugleich wunderschönen Frage:

Passt ein Mastiff wirklich zu meinem Leben?

Der Mastiff wird als großer, kraftvoller und würdevoller Hund mit ruhigem, seinen Menschen gegenüber liebevollem Wesen beschrieben. Gerade diese Verbindung aus Sanftheit, Gelassenheit und körperlicher Stärke macht die Rasse für uns so besonders.

Mit unserem 7-Tage-Alltagstest möchten wir niemanden prüfen und auch niemandem die Vorfreude auf einen zukünftigen Welpen nehmen. Im Gegenteil: Wir möchten dabei helfen, sich das gemeinsame Leben schon vor dem Einzug möglichst ehrlich, realistisch und liebevoll vorzustellen.

Es geht nicht darum, am Ende überall ein perfektes Häkchen setzen zu können. Es geht darum zu erkennen, was bereits gut passt, was noch vorbereitet werden sollte und welche Fragen sich in einem persönlichen Gespräch mit einem erfahrenen Züchter klären lassen.

Warum ein Alltagstest statt einer gewöhnlichen Checkliste?

Viele Ratgeber fragen, ob genügend Zeit, Platz und Geld für einen Hund vorhanden sind. Diese Fragen sind wichtig, bleiben aber häufig sehr theoretisch.

Fast jeder kann spontan sagen:

„Natürlich habe ich Zeit für einen Hund.“

Spannender ist die Frage, wie diese Zeit an einem ganz normalen Dienstagmorgen aussieht – wenn es regnet, die Nacht kurz war und der Arbeitstag früher beginnt als geplant.

Genau deshalb dauert unser Test sieben Tage. Eine ganze Woche enthält meist mehr vom echten Leben als ein kurzer Gedankencheck: Arbeitstage, Termine, Einkäufe, vielleicht Besuch – und Momente, in denen nicht alles nach Plan läuft.

Nehmen Sie sich jeden Tag ein wenig Zeit und betrachten Sie Ihr Zuhause und Ihren Alltag so, als würde dort bereits ein Mastiff leben. Denken Sie dabei nicht nur an die Welpenzeit, sondern ganz bewusst auch an den erwachsenen Hund, der aus dem kleinen Welpen einmal wird.

Denn die richtige Entscheidung entsteht für uns nicht allein aus Begeisterung für das Aussehen einer Rasse. Sie entsteht dort, wo Wesen, Wohnsituation, Zeit, Alltag und langfristige Verantwortung wirklich zusammenpassen.

Tag 1: Ein Zuhause, das mit dem Welpen wachsen kann

Am ersten Tag betrachten wir unser Zuhause einmal mit anderen Augen.

Ein Mastiff-Welpe wirkt anfangs vielleicht noch klein zwischen seinen Decken und Spielsachen. Doch aus den niedlichen Pfoten wird innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ein großer und kräftiger Hund. Deshalb sollte der künftige Platz nicht nur zum Welpen, sondern auch zum erwachsenen Mastiff passen.

Dabei muss niemand ein riesiges Haus besitzen. Viel wichtiger ist, dass der Hund einen festen und ruhigen Platz bekommt und sich im Alltag sicher bewegen kann.

Gehen Sie einmal bewusst durch Ihre Wohnung oder Ihr Haus:

Wo könnte ein ausreichend großer Schlafplatz stehen, ohne mitten in einem ständig genutzten Durchgang zu liegen? Gibt es einen Ort, an dem der Hund beim Familienleben dabei sein und sich trotzdem zurückziehen kann? Sind häufig genutzte Böden sehr glatt? Gibt es Treppen, die ein Welpe zunächst nicht unbeaufsichtigt nutzen sollte?

Denken Sie auch an die kleinen Dinge, die bei einem großen Hund plötzlich eine andere Bedeutung bekommen.

Ein niedriger Couchtisch befindet sich schnell auf Nasenhöhe. Ein kräftiger Schwanz kann beim freudigen Wedeln mehr bewegen, als man zunächst erwartet. Näpfe, Decken, Spielzeug und Pflegeutensilien benötigen ebenfalls ihren festen Platz.

Für uns bedeutet ein mastiffgerechtes Zuhause nicht, dass alles perfekt oder besonders groß sein muss. Es bedeutet vielmehr:

Der Hund wird von Anfang an als vollständiges Familienmitglied mitgedacht

Unsere kleine Aufgabe für Tag 1

Legen Sie eine größere Decke oder mehrere Kissen an den Platz, an dem später das Hundebett stehen könnte.

Lassen Sie diesen Platz den ganzen Tag bestehen. Passt er wirklich in den Alltag oder liegt er ständig im Weg? Kann der Hund dort ruhig schlafen und trotzdem bei seinen Menschen sein?

Dieser kleine Versuch macht die spätere Größe oft greifbarer als jede reine Maßangabe.

Die fawnfarbene English-Mastiff-Hündin Greta liegt ausgestreckt auf dem Sofa.
Ein Mastiff möchte nicht nur Platz im Haus, sondern vor allem einen festen Platz im Leben seiner Menschen haben.

Weitere Einblicke in die ersten Lebenswochen und den Familienalltag unserer Welpen finden Sie in unserer Welpen-Galerie.

Tag 2: Wie viel Zeit haben wir wirklich?

Am zweiten Tag geht es nicht darum, möglichst viele freie Stunden zusammenzurechnen. Es geht darum, wann und in welcher Form Zeit vorhanden ist.

Ein Welpe braucht anfangs viele kurze Gelegenheiten, sich zu lösen. Er benötigt Ruhe, Nähe, geduldiges Training und Menschen, die ihm den Alltag Schritt für Schritt erklären. Später verändert sich dieser Rhythmus, doch auch ein erwachsener Mastiff braucht verlässliche gemeinsame Zeit.

Nicht jede gemeinsame Minute muss aus Beschäftigung bestehen. Mastiffs können wunderbare ruhige Begleiter sein. Häufig genießen sie es, einfach in der Nähe ihrer Menschen zu liegen und am Familienleben teilzunehmen.

Trotzdem organisiert sich ein Hund nicht von selbst.

Wer geht morgens mit ihm hinaus? Was geschieht an langen Arbeitstagen? Wer übernimmt, wenn jemand krank ist, früher zur Arbeit muss oder sich ein Termin unerwartet verschiebt? Gibt es Aufgaben, die innerhalb der Familie klar verteilt werden sollten?

Betrachten Sie heute keinen entspannten Sonntag, sondern Ihren vollsten normalen Wochentag.

Stellen Sie sich vor: Der Welpe muss hinaus, während gleichzeitig das Frühstück vorbereitet wird. Am Nachmittag steht ein Termin an. Abends regnet es, und eigentlich möchten alle nur noch aufs Sofa.

Fühlt sich der Gedanke trotzdem machbar an?

Er muss sich nicht immer bequem anfühlen. Hundehaltung darf Organisation erfordern. Entscheidend ist, dass die Verantwortung nicht nur dann in den Alltag passt, wenn alles planmäßig läuft.

Unsere kleine Aufgabe für Tag 2

Planen Sie den kommenden Tag probeweise so, als wäre der Hund bereits da.

Wann wäre die erste kleine Runde? Wer hätte mittags Zeit? Wann gäbe es eine gemeinsame Ruhephase? Wie sähe der Abend aus?

Dieser Probeplan muss nicht perfekt sein. Häufig zeigt er aber schnell, wo bereits gute Lösungen vorhanden sind und wo noch Unterstützung organisiert werden sollte.

Tag 3: Der kleine XXL-Logistiktag

Ein Mastiff ist im Herzen vielleicht ein Schoßhund – körperlich bleibt er trotzdem ein sehr großer Hund.

Am dritten Tag beschäftigen wir uns deshalb mit den praktischen Wegen des gemeinsamen Lebens. Nicht, um Schwierigkeiten zu suchen, sondern damit schöne Unternehmungen später möglichst unkompliziert werden.

Schauen Sie sich Ihr Auto an:

Gibt es einen sicheren Platz für einen ausgewachsenen Mastiff? Kann der Hund bequem ein- und aussteigen? Wäre später eine Rampe sinnvoll? Bleibt bei einer Urlaubsfahrt noch genügend Raum für Gepäck?

Auch der Weg zur Tierarztpraxis gehört zur Planung. Welche Praxis in der Umgebung kann einen sehr großen Hund gut behandeln? Wie würde der Transport funktionieren, wenn er einmal nicht selbstständig ins Auto steigen könnte?

Ein Mastiff-Welpe lässt sich anfangs noch tragen. Bei einem erwachsenen Hund ist das normalerweise keine realistische Lösung mehr. Deshalb ist es beruhigend, solche Situationen nicht erst dann zu bedenken, wenn sie plötzlich eintreten.

Auch alltägliche Einkäufe verändern sich ein wenig. Futter, große Liegeplätze, passende Halsbänder, stabile Leinen und ausreichend große Transportmöglichkeiten sollten zum Hund passen.

Wir nennen das gerne den XXL-Logistiktag – dahinter steckt aber etwas sehr Liebevolles:

Wir bereiten unseren Alltag so vor, dass unser Hund möglichst selbstverständlich daran teilnehmen kann.

Unsere kleine Aufgabe für Tag 3

Öffnen Sie den Kofferraum und stellen Sie sich darin einen ausgewachsenen Mastiff vor.

Wäre der Platz sicher und bequem? Müsste etwas umgebaut oder anders organisiert werden? Gibt es für längere Fahrten noch genügend Raum?

Prüfen Sie anschließend, welche Tierarztpraxis und welche Betreuungsperson im Bedarfsfall gut erreichbar wären.

Miss Marple und Magnus sitzen gemeinsam im geöffneten Kofferraum eines Autos.
Auch gemeinsame Fahrten gehören zum Alltag. Deshalb sollte das Auto genügend sicheren und bequemen Platz für einen ausgewachsenen Mastiff bieten.

Tag 4: Was kostet nicht nur der Welpe, sondern das gemeinsame Leben?

Am vierten Tag geht es um Geld – aber nicht um eine abschreckende Kostenaufstellung.

Ein Welpe hat einen Kaufpreis. Das gemeinsame Leben besteht jedoch aus vielen weiteren regelmäßigen und gelegentlichen Ausgaben. Dazu gehören beispielsweise Futter, Ausstattung, Hundesteuer, Versicherung, Vorsorge, tierärztliche Behandlungen, mögliche Betreuung und gemeinsame Unternehmungen.

Bei einem sehr großen Hund fallen manche Produkte und Leistungen naturgemäß umfangreicher aus als bei einem kleinen Hund.

Das bedeutet nicht, dass man wohlhabend sein muss, um einen Mastiff zu halten. Es bedeutet lediglich, dass die laufenden Kosten ehrlich in die Familienplanung gehören.

Wichtig ist dabei nicht nur der normale Monat. Auch unerwartete Ausgaben sollten möglich sein, ohne dass jede notwendige tierärztliche Entscheidung sofort zu einer finanziellen Belastungsprobe wird.

Eine Versicherung oder ein regelmäßig aufgebautes Rücklagenkonto kann dabei Sicherheit geben. Welche Lösung besser zur eigenen Situation passt, ist eine persönliche Entscheidung.

Unsere kleine Aufgabe für Tag 4

Legen Sie heute probeweise den Betrag zur Seite, den Sie später monatlich für den Hund einplanen möchten.

Fragen Sie sich nicht nur:

„Kann ich das diesen Monat bezahlen?“

Fragen Sie sich vielmehr:

Könnte dieser Betrag dauerhaft zu unserem normalen Leben gehören – auch in einem Monat mit Urlaub, Reparaturen oder anderen Ausgaben?

Dieser kleine Versuch ist oft hilfreicher als eine allgemeine Kostentabelle, weil jede Familie andere Voraussetzungen und Prioritäten hat.

Tag 5: Welche Regeln sollen in unserem Zuhause gelten?

Am fünften Tag wird es persönlich – und manchmal auch ein wenig lustig.

Darf der Mastiff später aufs Sofa? Darf er mit ins Schlafzimmer? Wo wird gefüttert? Wie soll er Besucher begrüßen? Wer entscheidet, welche Regeln gelten?

Bei einem kleinen Welpen wirken manche Verhaltensweisen noch niedlich. Ist derselbe Hund später groß und kräftig, kann die Situation ganz anders aussehen.

Deshalb finden wir Regeln besonders fair, die von Anfang an verständlich und langfristig einzuhalten sind.

Das bedeutet nicht, dass ein Mastiff in einem strengen Haushalt leben muss. Im Gegenteil: Freundlichkeit, Geduld und eine vertrauensvolle Beziehung sind für uns die Grundlage jeder Erziehung.

Aber liebevolle Erziehung braucht Klarheit.

Begrüßt eine Person den Welpen für das Hochspringen begeistert und eine andere verbietet es, kann er kaum verstehen, was von ihm erwartet wird. Das Gleiche gilt für Betteln am Tisch, Ziehen an der Leine oder den Umgang mit Besuchern.

Gerade bei einem großen Hund schenkt eine gute Erziehung später sehr viel Freiheit.

Ein Mastiff, der ruhig an der Leine geht, zuverlässig ansprechbar ist und sich an seinen Menschen orientiert, kann entspannter am gemeinsamen Leben teilnehmen.

Unsere kleine Aufgabe für Tag 5

Setzen Sie sich mit allen Menschen zusammen, die später regelmäßig mit dem Hund leben.

Einigen Sie sich zunächst auf fünf einfache Hausregeln:

  • Darf der Hund aufs Sofa?
  • Bekommt er Futter vom Tisch?
  • Wie soll er Besucher begrüßen?
  • Wo befindet sich sein Schlafplatz?
  • Welche Wörter werden für wichtige Signale verwendet?

Es geht nicht darum, heute bereits einen vollständigen Trainingsplan zu schreiben. Schon wenige gemeinsame Regeln schaffen eine gute Grundlage.

Die gestromte English-Mastiff-Hündin Holly kuschelt entspannt mit einer Katze.
Klare und liebevolle Regeln geben einem jungen Mastiff Sicherheit und helfen ihm, seinen Platz im Familienalltag zu finden.

Tag 6: Passt der Mastiff auch in unser unperfektes Leben?

Wir alle stellen uns das Leben mit einem Hund zunächst in besonders schönen Bildern vor:

Gemeinsame Spaziergänge bei angenehmem Wetter, ein friedlich schlafender Welpe, Ausflüge, Urlaube und gemütliche Abende auf dem Sofa.

Diese Momente wird es geben – und sie sind wunderschön.

Aber das wirkliche Leben besteht nicht ausschließlich aus solchen Tagen.

Es gibt Regen, Krankheit, beruflichen Stress, Familienfeiern und Situationen, in denen wir müde oder ungeduldig sind. Ein Hund bleibt trotzdem Teil des Tages.

Am sechsten Tag fragen wir deshalb nicht, ob ein Mastiff in unser Wunschleben passt, sondern:

Passt er auch in unser echtes Leben?

Wer kümmert sich um ihn, wenn wir krank im Bett liegen? Wer kann ihn übernehmen, falls wir unerwartet einige Tage ausfallen? Gibt es eine Person, die sich den Umgang mit einem so großen Hund zutraut?

Wie sieht es mit Urlauben aus? Kann der Hund mitfahren, oder gibt es eine passende und vertraute Betreuung? Sind spontane Wochenendausflüge weiterhin möglich – vielleicht nur etwas anders organisiert?

Auch das Alleinbleiben gehört zum echten Alltag. Ein Welpe kann das nicht automatisch, sondern muss es langsam und behutsam lernen. Gleichzeitig sollte das Familienleben so gestaltet sein, dass der Hund nicht regelmäßig länger allein bleiben muss, als er bewältigen kann.

Eine noch offene Frage bedeutet nicht, dass ein Mastiff nicht zu Ihnen passt. Sie zeigt lediglich, welche Lösung vor seinem Einzug gefunden werden sollte.

Unsere kleine Aufgabe für Tag 6

Wählen Sie den schwierigsten Tag Ihrer vergangenen Woche.

Vielleicht gab es Überstunden, einen Arzttermin, Krankheit, Besuch oder eine unerwartete Fahrt.

Stellen Sie sich nun vor, der Mastiff wäre bereits Teil dieses Tages gewesen. Wo hätte es gut funktioniert? Wo wäre Hilfe nötig gewesen? Wer hätte diese Hilfe übernehmen können?

Dieser Gedankengang zeigt häufig sehr ehrlich, wie belastbar die bisherige Planung bereits ist.

Tag 7: Was wünschen wir uns wirklich von unserem Mastiff?

Am letzten Tag geht es nicht mehr um Bettengröße, Kofferraum oder Tagespläne. Es geht um die Beziehung, die wir uns wünschen.

Warum möchten wir gerade einen Mastiff?

Ist es seine ruhige Ausstrahlung? Seine Nähe zu seinen Menschen? Seine beeindruckende Erscheinung? Der Wunsch nach einem liebevollen Familienbegleiter? Das Interesse an Ausstellungen? Oder die Begeisterung für die Geschichte und die Besonderheiten dieser Rasse?

Es gibt keine einzig richtige Antwort.

Wichtig ist nur, dass wir uns nicht allein in das Bild eines Mastiffs verlieben, sondern auch in das Leben mit ihm.

Ein Mastiff wird nicht jeden Tag majestätisch für ein schönes Foto posieren. Er wird manchmal im Weg liegen, sabbern, einen Fleck auf einer frisch gewaschenen Hose hinterlassen und fest davon überzeugt sein, dass genau dort sein Platz ist, wo wir gerade entlanggehen möchten.

Gleichzeitig kann er uns mit einer Ruhe, Treue und Zuneigung begegnen, die sich nur schwer in Worte fassen lässt.

Hinter seiner imposanten Erscheinung sollte kein unkontrollierbarer Hund stehen, sondern ein ausgeglichener, sicherer und liebevoll geführter Begleiter.

Für uns ist deshalb nicht die Frage entscheidend:

„Ist ein Mastiff der beeindruckendste Hund für mich?“

Sondern:

Möchte ich diesem Hund auch dann ein verlässlicher Mensch sein, wenn der kleine Welpe längst erwachsen geworden ist?

Unsere kleine Aufgabe für Tag 7

Schreiben Sie drei Dinge auf, auf die Sie sich im Leben mit einem Mastiff besonders freuen.

Schreiben Sie anschließend drei Fragen auf, bei denen Sie noch unsicher sind.

Die Vorfreude darf dabei ausdrücklich überwiegen. Offene Fragen sind kein schlechtes Zeichen. Sie zeigen, dass Sie Ihre Entscheidung ernst nehmen – und genau dafür ist ein verantwortungsvoller Züchter der richtige Ansprechpartner.

Mehr über unsere langjährige Erfahrung, unsere Zuchtphilosophie und die Aufzucht bei From the Celtic Mountain erfahren Sie auf unserer Seite Über uns.

Sybilla hält den jungen English-Mastiff-Welpen Greta auf dem Arm.
Eine gute Verbindung beginnt mit Vertrauen, ehrlichen Gesprächen und dem gemeinsamen Wunsch, für jeden Welpen das passende Zuhause zu finden.

Die Auswertung: Es geht nicht ums Bestehen

Unser Alltagstest endet bewusst nicht mit einer Punktzahl.

Ein Mensch kann einen großen Garten besitzen und trotzdem kaum Zeit für seinen Hund haben. Eine andere Familie hat vielleicht keinen großen Garten oder lebt auf weniger Fläche, organisiert ihren Alltag aber so liebevoll und zuverlässig, dass der Hund dort wunderbar aufgehoben ist.

Deshalb betrachten wir die sieben Tage lieber wie eine kleine Ampel:

Grün bedeutet: Das fühlt sich bereits gut und realistisch an.

Gelb bedeutet: Hier benötigen wir noch eine Lösung, eine Anschaffung oder ein Gespräch.

Rot bedeutet nicht automatisch, dass ein Mastiff niemals einziehen kann. Vielleicht ist nur der aktuelle Zeitpunkt noch nicht richtig.

Ein ehrliches „noch nicht“ kann sehr verantwortungsvoll sein.

Und manchmal verwandelt es sich nach einer guten Vorbereitung in ein überzeugtes:

Jetzt sind wir bereit.

Fragen, die zukünftige Halter einem Züchter stellen dürfen

Ein guter Austausch beginnt nicht erst, wenn ein bestimmter Welpe ausgesucht wird.

Zukünftige Halter dürfen viele Fragen stellen – und sollten selbst ebenso offen über ihren Alltag, ihre Erwartungen und ihre Lebenssituation sprechen.

Hilfreich sind beispielsweise folgende Fragen:

  • Wie erleben Sie das typische Wesen Ihrer Hunde?
  • Wie wachsen die Welpen bei Ihnen auf?
  • Welche Menschen, Tiere, Geräusche und Alltagssituationen lernen sie bereits kennen?
  • Welcher Welpe könnte charakterlich zu unserer Familie passen?
  • Wie gestalten wir die ersten Tage nach dem Einzug?
  • Welches Futter kennt der Welpe?
  • Welche Ausstattung benötigt er zu Beginn?
  • Bleiben Sie auch nach der Abgabe Ansprechpartner?

Wie unsere English-Mastiff-Welpen aufwachsen, welche Vorbereitung sie erhalten und was sie bei ihrem Auszug mitbringen, erklären wir ausführlich auf unserer Seite Welpen & Wurfplanung.

Für uns ist die Auswahl eines Welpen keine reine Entscheidung nach Farbe, Geschlecht oder dem ersten Foto.

Jeder Welpe bringt bereits seine eigene kleine Persönlichkeit mit. Manche beobachten zunächst ruhig, andere stehen bei jedem neuen Abenteuer sofort in der ersten Reihe. Deshalb ist das Gespräch über Erwartungen, Lebenssituation und Charakter so wichtig.

Nicht jeder Welpe passt zu jeder Familie – aber für den richtigen Welpen kann genau diese Familie sein schönstes Zuhause werden.

Unser Fazit

Die Entscheidung für einen Mastiff darf mit Begeisterung beginnen. Sie darf emotional sein, voller Vorfreude und vielleicht sogar ein kleiner Herzenswunsch.

Verantwortung bedeutet nicht, diese Gefühle durch nüchterne Checklisten zu ersetzen.

Verantwortung bedeutet, die Vorfreude mit einer guten Vorbereitung zu verbinden.

Unser 7-Tage-Alltagstest soll deshalb keine Hürde sein. Er soll zukünftigen Haltern helfen, den Mastiff schon vor seinem Einzug ein kleines Stück in ihr Leben einzuladen.

Vielleicht stellen Sie nach dieser Woche fest, dass vieles bereits wunderbar passt. Vielleicht entdecken Sie noch einige Punkte, die vorbereitet werden sollten. Beides ist wertvoll.

Ein Mastiff benötigt nicht jeden Tag ein spektakuläres Programm. Er braucht Nähe, Verlässlichkeit, liebevolle Führung und Menschen, die ihn in ihrem Alltag wirklich dabeihaben möchten.

Wer bereit ist, nicht nur Platz für einen Welpen, sondern auch für den erwachsenen Hund und all die gemeinsamen Jahre zu schaffen, legt damit eine wunderschöne Grundlage.

Denn am Ende sollte ein Mastiff nicht nur in unser Zuhause passen.

Er sollte in unser Leben passen – und dort für immer einen festen Platz bekommen.

Sie haben den Alltagstest für sich durchlaufen und möchten den nächsten Schritt gehen? Informationen zu unserem geplanten English-Mastiff-Wurf Anfang 2027 finden Sie in unserer aktuellen Wurfankündigung.

Bei Fragen zu unseren Hunden, unserer Aufzucht oder einem zukünftigen Welpen dürfen Sie gerne persönlich Kontakt mit uns aufnehmen. Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Vorstellungen vom gemeinsamen Leben kennenzulernen.

Hinweis: Dieser Beitrag soll zukünftigen Haltern bei einer persönlichen und realistischen Entscheidung helfen. Jeder Hund und jede Lebenssituation sind individuell. Wir empfehlen daher, offene Fragen frühzeitig mit dem Züchter, einer qualifizierten Hundetrainerin oder einem qualifizierten Hundetrainer und bei gesundheitlichen oder versorgungsbezogenen Themen mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt zu besprechen.

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